Behandlung des Honig



Die Behandlung des Honig wird in mehreren Schritten erläutert.

1. Sieben des geschleuderten Honigs 

2. Klärung des aufgefangenen Honigs 

3. Kristallisation und Blütenbildung bei Honigen 

4.Gärung von Honigen 

5. Lagerung des Honigs 



Sieben des geschleuderten Honigs 

Da beim schleudern natürlich auch Wachspartikel oder andere Bestandteil in den Honig gelangen, müssen diese heraus gefiltert werden. Dies erfolgt direkt nach dem schleudern, weil hier der Honig noch sehr flüssig ist. Gefiltert wird mit einem Doppelsiebes. Ein groben Obersieb und einem feinem Untersieb. Manchmal wird der Honig auch vorsichtig erwärmt um ein leichteres durchfliessen des Honig durch die Siebe zu ermöglichen. Inzwischen ist es auch laut der neuen Honigverordnung erlaubt den Honig zu filtrieren. Das hat leider den Nachteil das auch Pollen entzogen werden. Pollen sind ein wichtiger Bestandteil vom Honig. Gerade Menschen die Honig essen nicht nur weil er schmeckt sondern ihrem Körper etwas gutes antun wollen, sollten die filtrierten Honigsorten stehen lassen. Beim Honig kann man sagen, " die Summe aus den einzelnen Bestandteilen" ist das was beim Honig so gesund ist. Die Bienen wissen schon warum sie ihren Honig so gemacht haben. 

Klären des geschleudertem Honigs 

Den Honig lässt man nach dem Sieben noch einige Tag stehen.Hierbei setzen sich kleinste Luftblasen und die letzen sehr kleinen Wachsstücke an der Oberfläche ab. Hier werden dann die Verunreinigungen entfernt. Beschleunigt wird dies teilweise in beheissten Behältern. 

Kristallisation und Blütenbildung beim Honig

Die Kristallisation des Honigs ist ein ganz normaler Vorgang. Jeder Honig kristallisiert, der eine früher der andere später! Leider kaufen die Verbraucher den Honig nach optischen Merkmalen. Kaum ein Verbraucher würde ein Honigglas kaufen das schon zur hälfte kristallisiert ist, sieht ja auch nicht lecker aus! Dieser kleine Schönheitsfehler kann man sehr schnell beheben, indem man das Glas Vorsichtig auf ca. 40°C im Wasserbad erwärmt. Die Industrie hat ein Verfahren entwickelt indem sie den Honig kurzzeitig stark erhitzen und wieder schnell abkühlen, dieser Vorgang der Pasteurisation zerstört die Kristallkeime und verhindert ein Kristallisieren des Honigs. Der Nachteil dieser Pasteurisation sind Qualitätsbeeinträchtigungen! Die Kistallisation beim Honig liegt an den hohen Traubenzuckeranteil im Honig, je mehr desto schneller. Bei Waldhonigen (Honigtauhonig) ist mehr Fruchtzucker enthalten, hier kann es bis zur Kristallisation mehrere Monate, sogar Jahre vergehen. Natürlich hängt die Kristallisationgeschwindigkeit auch von Temperatur der Lagerung ab. Bei 14°C Kristallisiert der Honig am schnellsten, bei einer Lagerung von mehr als 25°C verzögert sich die Kristallisation. Am besten Lagert man seinen Honig möglichst bei ca. 10°C. 

Es gibt ein Phänomen bei wasserarmen Honigen, die sogenannte Blütenbildung im Glas. Hier entstehen sehr kleine Hohlräume/Luftblasen im Honig, dadurch kann er stellenweise helle Flecken zeigen. 

Gärung von Honigen 



Gärung im Honig werden durch Hefe im Honig verursacht. Hefe gibt es überall in der Atemluft. Wenn der Wassergehalt im Honig zu hoch ist und die Lagertemperatur zu hoch ist, kann der Honig anfangen zu gären. Hierbei verwandeln die Hefe den Zucker in Alkohol um. Zu merken ist das an einem Bierartigen geschmack.

Lagerung der Honigs

Wenn man den Honig richtig lagert, kann man ihn ohne nennenswerste Qualitätsbeeinträchtigung über viele Jahre geniessen. Faktoren sind niedrige Temperatur, geringe Luftfeuchtigkeit und neutraler Geruch.