Gewinnung des Honigs 



Die Gewinnung des Honigs wird in mehreren Teilschritten beschrieben 

1. Prüfen des Wassergehalt des Honigs in den Zellen 

2. Entnahme der Honigwaben 

3. Entdeckeln der Honigwaben 

4. Schleudern der Honigwarben 



Prüfen des Wassergehalts des Honigs in den Zellen 

Honig darf nur im Reifen Zustand geerntet werden was ja im normal immer gewährleistet ist wenn die Waben verdeckelt sind. Um aber sicher zu sein wird vor der Entnahme der Honig mittels eines Fraktormeters auf den Wassergehalt überprüft. Hier gibt es zwei Verordnungen die in Deutschland die nun zur Geltung kommen. Zum einen gibt es die Honigverordnung, sie gibt als Richtlinie einen Wassergehalt von max. 20% an, obwohl Heidehonig mit 23% hier eine Ausnahme ist. Und dann gibt es die Richtlinie des Deutschen Imkerbundes, sie gibt als max. Wert von Deutschen Honigsorten ein Gehalt von max. 18%. Honige mit einem Wassergehalt von mehr als 17% können probleme bereiten. 

Entnahme der Honigwabe 

Bei der Wabenentnahme gibt es mehrere möglickeiten was die Tageszeit betrifft. Eine altbewährte Methode ist das arbeiten mit dem Smoker. Hier werden einige Rauchstösse in den Honigraum gegeben. Die Bienen nehmen dadurch Honig aus den offenen Wappen, sozusagen als Reiseproviant falls die Hütte brennt und sind dadurch weniger aggressiv und stechlustig. Bienen die noch auf der Wabe sitzen werden vorsichtig abgefegt, so das diese wieder zurück in den Stock krabbeln. Bei der entnahme ist darauf zu achten, dass nicht alles an Honig geerntet wird. Die Bienen brauchen bei evtl. Einbruch von schlechtem Wetter und fehlender Tracht ausreichend Nahrung für die Brut und sich. Es gibt mittlerweile mehrere Formen von Bienenhäusern, genannt Beuten. Die in Deutschland meist verwendete Beuteart ist die Segeberger Beute. Ihr werden pro Zarge 11 Riemchen eingehängt auf der die Biene ihre Zellen baut. Jedes Riemchen kann bis zu 2,5 kg Honig fassen. Was bei guter Tracht (einfuhr von Nektar) eine Jahresproduktion pro Volk bis plusminus 40 kg betragen kann. 

Entdeckeln der Honigwabe 

Die Honigwaben die nun vom Volk entnommen wurden sind verdeckelt. Damit der Honig beim schleudern aus den Waben durch die Fliehkraft heraus geschleudert werden kann, müssen die Deckeln entfernt werden. Hier gibt es die Möglichkeit der Maschinelen Entdeckelung oder die normale von Hand Entdeckelung mittels eines Entdeckelungsmesser bzw. Entdeckelungskabel. Immer mehr zum tragen kommt der Einsatz von Heißluftgeräten, wobei der Deckel der Zelle abgeschmolzen wird. Ein Luftpolster in den Zellen verhindert das der Honig schaden nimmt. 

Schleudern der Honigwaben 

Die Gewinnung des Honigs erfolgt heute, von wenigen Ausnahmen mittels Schleudern. Hier unterscheidet man zwischen Horizontal- und Vertikalschleudern. Die Horizontalschleuder unterscheidet sich in Tangential- und Radialschleuder. Die Horizontal-Radialschleuder ist die meist verwendeste Schleuder kleiner bis mittlerer Imkerein. Durch die Umdrehung/min entsteht eine entsprechende Fliehkraft die den Honig aus den Zellen heraus schleudert und an der Schleuderwand aufgefangen wird und zum Boden der Schleuder fliesst. Hier befindet sich ein Ablasshahn von woaus der Honig durch filter in die Honigeimer laufen kann.