Rohstoffe des Honigs 



Honig ist in seiner Zusammensetzung sehr komplex. Die Honigverordnung diffiniert es als " ein flüssiges, dickflüssiges oder kristallines Lebensmittel, das von Bienen erzeugt wird, indem sie Blütennektar, andere Sekrete von lebenden Pflanzenteilen oder auf lebenden Pflanzenteilen befindliche Sekreten von Insekten annehmen, durch körpereigene Sekrete bereichern und verändern, in Waben speichern und dort reifen lassen.

Es handelt sich also direkt oder indirekt um den Siebröhrensaft einer Pflanze die entweder durch die Einrichtungen in der Blüte als Nektar oder als Honigtau als Ausscheidungsprodukt pflanzensaugender Insekten von den Bienen gesammelt wird.

Der Siebröhrensaft dient der Pflanze zum Transport der Assimilate und der Versorgung der Pflanze mit Nahrung

Assimilation ist ein komplexer Vorgang, wo durch Sonnenlicht Kohlenhydrate, Wasser und Kohlendioxid, verschiedene Zuckerarten im Siebröhrensaft entstehen.



1. Nektar als Rohstoff 



Der Nektar, also der Siebröhrensaft der bei der Blüte durch verschieden Einrichtungen abgesondert wird und hier von den Bienen aufgenommen wird, weisen bei unterschiedlichen Pflanzen unterschiedliche Zuckerkonzentrationen auf. 



Beispiele unterschiedlicher Nektarproduktionen pro Blüte 

Raps 55% Zuckergehalt 0,53 mg / 24 h Zuckerwert
Sauerkirsche  9,7% 
0,15-1,31 mg 
Akazie 55% 1,00 mg/ 24 h 
Sonnenblume 
60% 0,12mg/ 24 h 
Lavendel 21% 0,26mg/ 24 h 



Die Werte hängen natürlich stark von der Umwelt und deren Einflüsse ab. Nektar beteht zum grössten Teil aus Wasser. Der Zucker setzt sich aus Saccharose, Fructose und Glucose zusammen.

2. Honigtau als Rohstoff 



Als Honigtau bezeichnet man die zuckerhaltige Ausscheidungsprodukte pflanzensaugender Insekten. D.h. verschiedene Arten von Blatt-, Rinden- oder Schildläusen. Durch anstechen der Siebröhren der Pflanzen, gelangte der Phloemsaft (Siebröhrensaft) in den Darmkanal der Pflanzensauger. Der Darm besitzt eine Filterkammer, die es dem Insekt ermöglicht, überschüssige Nahrung wieder abzugeben. Dieses geschied in kleinen Tröpfchen, die auf Nadel und Blättern abgesetzt werden. Diese Zuckerhaltige Tröpfen werden von den Bienen aufgenommen.



Honigsorten die aus Honigtau entstehen sind meistens die sogenannten Wald-, und Tannenhonige. Im Geschmack ist der Honig aus Honigtau meist etwas herber und im verhältnis zum Nektarhonig weniger süss. Im Gegensatz zum Nektar aber , erweist sich Honigtau als mineralstoff- und vitaminreicher, wobei Kalium, Magnesium und Phosphorverbindungen überwiegen. Honig hat die eigenart dass er früher oder später kristalliesiert (hart) wird, das ist ein ganz normaler prozes. Das liegt am natürlichen Trauben zucker welcher im Honig vorhanden ist. Waldhonige bzw. Honige aus Honigtau kristalliesieren später, das liegt daran das im Waldhonig mehr